Erkältung

Erkältung

Erkältung

Die Erkältung, in Fachkreisen auch als grippaler Infekt bezeichnet, ist die Volkskrankheit Nummer 1 in unseren Breitengraden und auch einfach als Schnupfen bekannt.
Die Atemwegsinfektion wird durch Viren ausgelöst, die in der Regel durch Tröpfcheninfektion, seltener durch Schmierinfektionen übertragen werden. Die Inkubationszeit beträgt zwischen einigen Stunden bis zu wenigen Tagen. Die Abgrenzung zur richtigen Grippe wird in der Stärke der Symptome und der Krankheitsdauer sichtbar. Während bei der echten Grippe die Gefahr von Organschäden bis hin zum Tod besteht, ist die Gefahr an einer Erkältung zu sterben gleich Null.
Die Herleitung, dass eine Erkältung auch zwangsläufig etwas damit zu tun habe, dass man Kälte oder Zugluft ausgesetzt war ist nicht korrekt. Eine Erkältung kann auch rein durch den Virusbefall ausgelöst werden. Richtig ist, dass Kälte oder etwas nasskaltes Wetter das Immunsystem in Mitleidenschaft ziehen können und so der Weg für die Viren leichter wird, die Immunbarriere zu durchdringen.
Das Wort Erkältung rührt aber wohl eher daher, dass eines der ersten Symptome das Frösteln ist. Dies ist aber eine Reaktion des Körpers auf die Viruserkrankung und nicht unbedingt Teil der Ursache.
Befallen werden bei der Erkältung, der Grippe ähnlich, vor allem die Atemwege, was die Symptome wie Schnupfen, laufende Nasen und Halsschmerzen hervorruft. Die Viren befallen die Schleimhäute im bronchialen System und den Nebenhöhlen. Diese sterben dadurch in Mengen ab, was dann wiederum den verstärken Sekretfluss erklärt, da der Körper sozusagen versucht, die Krankheitserreger auszuspülen.

Symptome / Krankheitsverlauf

Nach in der Regel höchstens fünf Tagen Inkubationszeit werden die ersten Symptome bemerkbar. Ein Kratzen im Hals, Husten, eventuell auch Entzündungen im Rachenraum sind zumeist die ersten Anzeichen einer Erkältung. Danach oder zur selben Zeit setzt in der Nase ein Jucken oder Kribbeln ein, das dann zum Schnupfen wird und regelmäßigen Niesreiz auslöst.
Des Weiteren läuft die Nase und oftmals stellen sich Kopf- und Gliederschmerzen mit ein.
Der Erkrankte fühlt sich während des Krankheitsverlaufes oft matt und kraftlos, was als Zeichen des Immunsystems zu interpretieren ist, das gegen die Krankheiserreger ankämpft und dafür viel Energie benötigt.
In einigen Fällen tritt auch Fieber auf, dessen Höhe von der Art des Erregers und der physischen Konstitution des Patienten abhängt. Ab dem sechsten Tag nach Ausbrechen der Krankheit kann sich zusätzlich ein trockener Reizhusten einstellen, der bei ungenügender Behandlung auch in einen festsitzenden Husten übergehen kann.
In den meisten Fällen tritt spätestens nach 2 Wochen die Heilung ein, beziehungsweise ist die Krankheit abgeklungen.

Komplikationen der Erkältung

In Fällen, bei denen sich die Erkältungsviren auch auf die Nebenhöhlen und die Lunge ausweiten, kann es zu Infektionen letzterer kommen, was bis zu Mittelohr-Entzündungen und Lungenentzündungen führen kann.
Außerdem ist durch die vorübergehende Schwächung des Immunsystems auch mit Sekundärinfektionen zu rechnen. Da das Immunsystem durch den Kampf gegen die Erkältungsviren weniger belastbar ist, kann es sich also auch schlechter gegen andere Viren und Bakterien erwehren, gegen die es im Normalfall resistent wäre.

Diagnose

Für die ärztliche Diagnose einer Erkältung bedarf es selten eines Blutbildes oder umfangreicher Untersuchungen. Normalerweise reichen dem untersuchenden Arzt schon die offensichtlichen Merkmale einer Erkältung um die Diagnose zu stellen.
Nur um auszuschließen, dass es sich nicht eventuell doch um eine schwerere Krankheit handelt, werden in manchen Fällen weitere Untersuchungen nötig.

Behandlung der Erkältung - Therapie

Die bekannten Hausmittel wie Inhalation, vor allem aber Ruhe und hohe Flüssigkeitszufuhr reichen meistens schon aus, um eine Erkältung schell in den Griff zu bekommen beziehungsweise die Symptome zu lindern.
Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol senken zwar das Fieber und lindern die typischen Kopf- und Gliederschmerzen, sorgen aber oft auch dafür, dass der Kranke sich zu schnell wieder fit fühlt und die Krankheit nicht vollständig auskuriert.
Nur wenn es zu einer Superinfektion mit Bakterien kommt, sollte an ein Antibiotikum gedacht werden. Gegen eine normale Erkältung wirken Antibiotika definitiv nicht.

Kann man gegen eine Erkältung vorbeugen?

Eine Impfung gegen die Erkältung gibt es nicht, was schon daran liegt, dass sie von vielen unterschiedlichen Erregern ausgelöst wird. Das beste Mittel um nicht krank zu werden ist hier also die generelle Stärkung des Immunsystems durch gesunde Ernährung und Sport, beziehungsweise Bewegung an der frischen Luft.

Dr. med. Holger Dewes
Hals- Nasen- Ohrenarzt
Neurootologie - Audiologie

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